Fragen an Peter Michael Dieckmann zu dem Dalmanuta Prinzip:

Woher kommt der Begriff „Dalmanuta“?

Dalmanuta ist ein kleiner Platz in Galiläa/Israel. Er liegt direkt am See Genezareth, zwischen Tabgha und Kapernaum.

Was ist das Dalmanuta Prinzip und was ist es nicht?

Das Dalmanuta Prinzip ist keine neue spirituelle Richtung, sondern eine Arbeitsweise, die von Seminarleitern und Lehrern unabhängig ihrer jeweiligen Tradition angewandt werden kann. Es beschreibt Standards für verantwortungsbewusste und bodenständige Arbeit, insbesondere im Bereich der Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung. Das Prinzip kann in der Arbeit mit einzelnen Menschen sowie in der Gruppenarbeit angewandt werden, unabhängig davon, ob jemand Thai Chi, Qi Gong, Yoga, Zen oder eine andere Technik lehrt.

In welcher Verbindung steht das Prinzip zu Reiki?

Reiki ist die Tradition bzw. Richtung, mit der ich mich seit Mitte der Neunziger Jahre beschäftige. Meine Auffassung von Reiki unterschied sich jedoch immer schon von den sogenannten traditionellen Reiki Richtungen. Für mich ging es weniger um die äußere als vielmehr um die innere Heilung des Menschen. Reiki ist eine Form der Meditation, eine Begegnung mit mir selbst. Auf diesem Weg beschäftige ich mich mit den grundlegenden Themen  „Liebe und Vertrauen“, „Vergebung“ und „Verantwortung“. Mittlerweile sind sehr viele Lehrer/Innen in dieser Weise tätig, so dass es an der Zeit war, „dem Kind einen Namen“ zu geben.

Warum ist das Prinzip nach Dalmanuta benannt?

Ich hatte mich in der Vergangenheit immer wieder mal mit der Namensfrage unserer Arbeit betreffend beschäftigt, mich aber immer gegen eine neue Bezeichnung entschieden. Ich sah nicht ein, warum meine Auffassung von Reiki nicht Teil der „Reiki Familie“ sein sollte. Ein neuer Name sei nicht nötig, dachte ich. Schließlich bedeutet der Begriff „Reiki“ übersetzt „Allumfassendes Leben“. Wenn es allumfassend ist, passt meine Richtung wohl auch noch rein. Als mir dann eine Lehrerin von ihrem Entschluss erzählte, ihre Seminare demnächst „Reiki nach Peter Michael Dieckmann“ zu benennen, widersprach ich sofort. Es geht nicht um meine oder irgendeine andere Person, die etwas auf ihre Weise in die Welt gebracht hat, sondern die Botschaft muss im Mittelpunkt stehen. „An den Früchten werdet ihr sie erkennen!“. „Nach welchem Prinzip arbeiten wir?“ habe ich mich also gefragt. Während einer Meditation am See Genezareth, bei Dalmanuta, entstand in mir ein Bild, welches die Antwort auf meine Frage war: Wir öffnen Tore! Wir öffnen die Tore zum Himmel, zum Herzen und zur Welt. Der Himmel steht symbolisch für Liebe und Vertrauen, das Herz steht symbolisch für Heilung und Vergebung, die Welt ist das Symbol für unsere Verantwortung, die wir im Leben haben. Dieses Bild der drei Tore in mir war so stark, dass ich beschloss, das Prinzip unserer Arbeit nach dem Ort zu benennen, an dem es mir bewusst geworden ist.

Welche Voraussetzungen braucht man für die Teilnahme an einem Seminar?

Ärzte und Polizisten, Lehrer und Professoren, Physiotherapeuten und Pflegekräfte, Handwerker und Wissenschaftler, Architekten und Ingenieure, Schüler und Studenten, Geschäftsführer und Azubis,  Alleinerziehende, Geschiedene und Verheiratete, Katholiken, Protestanten und Atheisten, religiöse und nichtreligiöse, spirituell Interessierte und nicht spirituell Interessierte unterschiedlichen Alters und beiderlei Geschlechts haben seit Januar 1999 an meinen Seminaren teilgenommen. Dalmanuta Reiki ist unabhängig von jeglicher Religion und Weltanschauung. In den Seminaren geht es nicht um die Vermittlung von Regeln und Glaubensvorstellungen, sondern einzig und allein um die Begegnung mit sich selbst. Die Voraussetzungen für die Teilnahme an den Seminaren sind lediglich Offenheit und Bereitschaft.

Kann ich auch teilnehmen, wenn ich zuvor „traditionelles Reiki“ praktiziert habe?

Natürlich, jeder ist herzlich eingeladen, unabhängig davon, aus welcher Richtung er kommt. Die elementaren Themen des Lebens betreffen jeden Menschen, egal, ob man sich zuvor mit Meditation beziehungsweise Reiki beschäftigt hat oder nicht.

Also kann ich auch im zweiten oder dritten Grad einsteigen, wenn ich die anderen nicht nach dem Dalmanuta Prinzip erlangt habe?

Ja. Die Seminare bauen zwar aufeinander auf, es ist aber nicht zwingend erforderlich, eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten. Im ersten Grad geht es um das Selbstwertgefühl. Dies ist unser Fundament, es gibt kein Entkommen vor uns selbst, egal, wohin wir gehen. Im zweiten Grad kümmern wir uns um die Heilung der Vergangenheit und um die Neuausrichtung für die Zukunft, und im dritten Grad um die Frage: „Was will ich? Warum bin ich auf dieser Welt?“ Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch eine Lebensaufgabe hat. Sie heraus zu finden, darum geht es in dem dritten Seminar.

Wo kann ich das Dalmanuta Prinzip lernen?

Wer nach dem Prinzip selbst mit anderen Menschen arbeiten möchte, kann es im Rahmen der Lehrerausbildung lernen. Als Teilnehmer der Seminare oder Meditationsabende wird man es mehr erfahren als erlernen.

Und wenn ich nicht als Meditations- und Reiki Lehrer, sondern beispielsweise als Heilpraktiker oder Yogalehrerin nach dem Prinzip arbeiten möchte?

In der Lehrerausbildung sind die unterschiedlichsten Richtungen vertreten. In den vergangenen Jahren hatten wir unter anderem mehrere Kampfkunsttrainer sowie Heilpraktiker und auch Ärzte dabei. Jedes Jahr absolvieren etwa zwanzig Teilnehmer die Lehrerausbildung, die anschließend auf ihre Weise hinausgehen und Menschen dabei helfen, ihr Selbstwertgefühl zu steigern, ihre Vergangenheit zu klären und den Mut zu entwickeln, die Zukunft nach der eigenen Wahrheit zu gestalten.

http://www.dalmanuta-prinzip.de